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Seidenstoffe

Die Naturfaser schlecht hin!

Die Geschichte besagt, dass nach einer Sage die chinesische Kaiserin Si Ling Schi (oder auch Lei Zu) fast vor 5000 Jahren eine Seidenraupe beim Einspinnen beobachtet haben soll. Die Kaiserin haspelte den Faden ab und stellte daraus ein Gewebe her. Die Römer zahlten sogar für ein Pfund Seide ein Pfund Gold. So begehrt war die Seide damals. Schmuggler sollen um die 550 n. Chr. Eier von der Seidenraupe nach Europa gebracht haben. Von da an konnte Seide auch im Mittelmeerraum hergestellt werden.

Seide kann nur dort gezüchtet werden, wo Maulbeerbäume wachsen. Die Blätter vom Maulbeerbaum sind einzige Nahrungsquelle vom Maulbeerspinner. Die Hauptproduktionsländer von Seide sind:

  • China
  • Brasilien
  • Indien
  • Japan
  • Thailand
  • Kambodscha
  • Korea
  • Südeuropa

Es gibt verschiedene Arten von Seide, diese sind abhängig von welcher Seidenraupe die Seide gewonnen wird, entweder vom Maulbeerspinner (Maulbeerseide), vom japanischen Eigenseidenspinner (Tussahseide) oder vom Atlasspinner (Fagaraseide).

Zu der hochwertigsten Seide gehört die Maulbeerseide. Der Maulbeerspinner spinnt sich innerhalb von drei Tagen mit einem 3000 m langen Doppelfaden ein. Die Kokons sind ca. Taubenei groß. Innerhalb von 14 Tagen findet die Umwandlung der Raupe zu einem Schmetterling statt. Als „Ernte“ von 50.000 Raupen kann man ca. 1.000 kg Kokons erwarten, die einen Ertrag von etwa 120 kg Rohseide ergeben.

Die Gewinnung der Zuchtseide (Maulbeerseide): Nur unbeschädigte Kokons werden verwendet. Bevor die Raupen schlüpfen wird die Haspelseide (Reale Seide) gewonnen. Dies hat zur Folge, dass die Raupen vorher getötet werden. Dies passiert in Heißdampf oder trockener Hitze. In heißem Wasser löst sich der Seidenleim, der Fadenanfang wird gesucht und die Fäden werden von den Kokons abgehaspelt. Ein einzelner Kokonfaden ist viel zu fein um ihn allein als Garn zu verwenden, es werden 7 bis 10 Fäden zu einem Rohseidenfaden zusammengefasst. Haspelseide ist die etwa 1.000 m lange „endlos Seide“ vom Kokonmittelteil. Anschließend wird die Rohseide noch gereinigt, durch Abkochen in einer Seifenlauge wird der Seidenleim entfernt. Aus dieser Seide werden feinste Seidengewebe hergestellt.

Seidenfasern von nicht mehr abhaspelbaren Kokonteilen nennt man Schappeseide. Sie werden zu feinen, glatten und gleichmäßigen Schappeseidengarnen verarbeitet.

Bei der Herstellung von Schappeseide fallen kurze Seidenabfallfasern (Kämmlinge) an. Sie werden zu gröberen, ungleichmäßigen und noppigen Bouretteseidegarnen verarbeiten.

Die Gewinnung der Wildseide (Tussahseide): Die Kokons der wild lebenden Tussahspinner werden von Bäumen und Sträuchern gesammelt. Wildseide ist meist nicht abhaspelbar und lässt sich schlecht entbasten. Sie behalt darum ihre bräunliche oder rötliche Naturfarbe. Die Fäden der Wildseide weisen Feinheitsschwankungen auf, die das typische Aussehen begründen.

Die Eigenschaften von Seide:

  • Kühl und wärmend zugleich, Seidenfilamente ergeben feine Gewebe mit geringem Lufteinschuss, sie liegen glatt auf der Haut auf und wirken deshalb kühlend. Trotzdem sind solche feinen Seidengewebe warmhaltend, weil die zwischen Körper und dem feinen, dichten Gewebe vorhandene warne Luft nicht so leicht entweichen kann.
  • Gute Feuchtigkeitsaufnahme, kann bis zu 1/3 ihres Gewichtes an dampfförmiger Feuchtigkeit aufnehmen.
  • Sehr hautfreundlich
  • Seidenglanz, hohe Feinheit und angenehmen Griff (bei der Haspelseide)
  • Gute Festigkeit
  • Gute Dehnbarkeit der Faser (zwischen 10 % und 30 % der Ausgangslänge)
  • Sehr gute Elastizität, knittert deshalb nicht so stark, Knitter erholen sich (Ausnahme sind sehr feine, glatte sowie erschwerte Seidengewebe)
  • Neigt im trockenen Zustand zu elektrostatischer Aufladung
  • Lichtempfindlich, direkte Sonnenstrahlung vermeiden, die Farben verblassen schnell
  • Schweiß, Deos und Parfüm können Farbtonänderungen hervorrufen, Armblätter und Futter sind zu empfehlen
  • Der typische Seidenschrei, beim zusammendrücken der Seide ergibt sich ein Geräusch, das wie Auftreten in frisch gefallenen Schnee klingt

Kurze Zusammenfassung der Veredlungs-Eigenschaften:

Was ist überhaupt Entbasten?

  • Gewebe und Maschenware aus Rohseidengarnen sind durch den Seidenleim hart und spröde. Durch schonendes Abkochen in schwacher Seifenlauge wird der Seidenleim (Bast) entfernt.

Was ist überhaupt Erschweren (Beschweren)?

  • Der beim Entbasten entstandene Massenverlust wird durch Kunstharze und Metallsalze ganz oder teilweise ausgeglichen.

Eigenschaften der unterschiedlichen Seidenarten

  • Entbastete Maulbeerseide
    knittert wenig, geschmeidig, edler Glanz
    Haspelseide

glatt, größte Feinheit
Schappeseide

fein, glatt, gleichmäßig

Bouretteseide

gröber, noppig, ungleichmäßig

  • Erschwerte Maulbeerseide
    erhöhtes Faservolumen, erhöhtes Faservolumen, schwer, steif, knitteranfällig, verminderte Haltbarkeit, stärkerer Glanz
  • Wildseide
    grob (dickere Faser), kann meistens nicht entbastet werden, harter Griff, schwerer als Maulbeerseide, dunklere, matte Farben, mattglänzend, nicht so gleichmäßig, schweißunempfindlicher

 

Seide ist in vielen Bereichen einsetzbar, hier eine kleine Auflistung:

  • Bekleidungstextilien
    Kleider, Blusen, elegante Damenwäsche, Skiunterwäsche, Gesellschaftskleidung
  • Accessoires
    Schals, Tücher, Handschuhe, Krawatte, Hüte, Handtaschen
  • Heimtextilien
    Dekorationsstoffe, Tapeten, Teppiche, Lampenschirme, Bettwäsche
  • Sonstige Textilien
    Nähzwirne, Knopflochseide, Farbbänder für Schreibmaschinen, Rennfahrradreifen

 

Bei der Verarbeitung von Seide musst du achtsam sein. Seide tendiert dazu, Fäden zu ziehen und verrutscht leicht. Bevor du mit deinem Seidenstoff arbeitest, wasche dir gründlich die Hände.

Vor der Verarbeitung von Seide solltest du den Stoff vorher waschen. Seide tendiert dazu etwas einzulaufen. Danach bügle den Seidenstoff glatt. Falls der Mittelbruch nicht verschwinden sollte, lasse ihn beim Zuschnitt weg, er wird nicht mehr verschwinden.

Eine sehr scharfe Stoffschere ist hier ein „Muss“! Als Unterlage, damit der Stoff nicht beim
Zuschneiden so sehr verrutscht, kannst du ein Leinentuch oder ein Bettlaken verwenden.

Zum Befestigen der Zuschnitte, verwende besonders feine Stecknadeln, die Einstichlöcher können die Stoffoberfläche beschädigen. Befestige die Nadeln an der Nahtzugabe. Stoffklammern kannst du auch verwenden.

Bevor du mit dem Nähen anfängst, nimm dir ein Probestück von der Seide und teste die Einstellungen deiner Nähmaschine (Fadenspannung, Fadendicke, Stichlänge usw.). Der Stoff sollte sich nicht kräuseln an der Naht. Bei den verschiedenen Stoffarten von Seide gibt es auch verschiedene Anforderungen an das Nähzubehör. Mit einer Universalnadel der Stärke 70 kannst du erstmal nichts falsch machen. Doch ist die Seide sehr fein verwend eine Microtexnadel. Die Nähnadel sollte in einem einwandfreien Zustand sein, denn leicht beschädigte Nadeln können die Seide beschädigen. Eine Reservenadel in petto zu haben ist nie verkehrt. Die Nadeln können schnell abstumpfen.

Seide sollte gerollt aufbewahrt werden und vor direktem Sonnenlicht geschützt werden. Falten im Stoff machen das Material auf Dauer brüchig. Diese Seidenqualitäten sollten in die Reinigung gebracht werden: Taft, Chiffon, Satin, Georgette, Seidenbrokat und Organza sowie bedruckte Seidenstoffe.

Sonst gilt, echte Seide sollte nur von Hand gewaschen werden mit einem speziellen Seidenwaschmittel. Weiche den Stoff vorher in lauwarmen Wasser ein, um alle Waschmittelrückstände zu beseitigen, spüle den Stoff mehrmals mit klarem Wasser aus. Ein paar Tropfen Essigessenz im Spülwasser frischt die Farben auf und binden diese wieder an die Faser. Ein Auswringen oder Schleudern sollte vermieden werden. Seidenstoffe sollte auf keinen in den Trockner. Der Stoff sollte ohne direkten Sonneneinwirkung und ohne Heizkörpereinwirkung an der Luft trocknen. Bei niedriger Temperatur kannst du Seide von der linken Stoffseite bügeln. Ein dünnes Bügeltuch sollte zwischen Stoff und Bügeleisen liegen.

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